Schon vor mehr als 3.500 Jahren war das heutige Stadtgebiet bewohnt. Aus dieser Zeit stammen die Einzelgräber
und kleinere Gruppen von Gräbern, die man in Tor San Lorenzo (Ardea) gefunden
hat.
Vor der Stadt befanden sich die weiten Lagunen entlang der Küste, die aus den Seen von Tor San Lorenzo,
delle Salzare, della Fossa, di Campo Jemini und von Tor Vaianica bestanden. Die Seen sind Anfang des 20.
Jahrhunderts trockengelegt worden.
In der Antike waren die schwefelhaltigen Gewässer von Ardea sehr bekannt. Noch heute findet man in Ardea
kleinere Schwefelquellen, Zeugen der antiken Vulkantätigkeit in diesem Gebiet.
Das alte Stadtzentrum von Ardea wird "Rocca" genannt, die Acropolis. Um die Acropolis herum befand sich das Dorf,
dass aus Hütten bestand.
Aus geografischer Sicht war die Lage der Acropolis sehr gϋnstig. Da Ardea nicht direkt an der Kϋste lag,
sondern mehr im Landesinneren, war die Gefahr vor plötzlichen Plünderungen und Zerstörungen durch Völker,
die sich vom Meer her Ardea näherten, nicht sehr groβ. Der Kanal des
"Incastro" war sehr wichtig für Ardea, da an seiner Mündung Schiffe der Phönizier und Etrusker
anlegten, um sich mit Trinkwasser und Lebensmitteln zu versorgen.
Die Rutuli, so heiβen die antiken Einwohner von Ardea, sind eines der ältesten Völker in
der Region Latium.
Rutilus ist ein etruskischer Name und Turno, ihr Held, wurde auch König des tirrenischen Meers genannt.
Die zahlreichen Legenden über das Volk der Rutuli zeugen von einer
Epoche groβen Reichtums, deren politischer Mittelpunkt die Stadt Ardea war. Zweifellos zählte
Ardea in dieser Zeit zu den bekanntesten Städten der Region Latium.